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11. Dezember 2020

Protestmarsch gegen Querdenker

Eine besondere Aktion unter dem Motto "Klar denken - Leben retten!" hat das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe in der aktuellen Diskussion zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gestartet. Auf Initiative von Geschäftsführer Achim Schäfer machten sich Mitarbeiter der Verwaltung und Versorgung, Ärzte, Krankenpfleger und Therapeuten zu einem stillen Protest-Spaziergang auf den Weg. Die Aktion fand großes Echo bei Funk und Fernsehen sowie den regionalen Tageszeitungen.

Der Spaziergang führte vom Haupteingang der Gartenschau durch die Innenstadt in den Arminiuspark. Das MZG hatte die Teilnahme auf bis zu 80 Mitarbeiter begrenzt, um sämtliche Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können. "Wenn selbst ernannte Querdenker das politische Handeln beeinflussen, indem sie Unwahrheiten zur Corona-Pandemie verbreiten, fehlen mir schlichtweg die Worte", sagte Schäfer. So befürchtet das MZG, dass die beschlossenen Lockerungen an den Feiertagen und zum Jahreswechsel im Januar eine Flut an weiteren Corona-Patienten bescheren. Dabei sind die Kliniken bereits heute an ihren Belastungsgrenzen angekommen.

Aus Sicht des MZG haben die Verantwortlichen in der Bundesregierung bisher hervorragende Arbeit geleistet. Im internationalen Vergleich steht Deutschland sehr gut dar, was vor allem auch der hohen Disziplin der meisten Mitbürger zu verdanken ist. "Wir können und wollen es nicht akzeptieren, dass wir aufgrund des enormen öffentlichen Drucks die bisher erfolgreiche und besonnene Politik im Jahr vor der Bundestagswahl verlassen. Wir sind es nämlich, die die Folgen am Ende aushalten müssen", betonte der MZG-Geschäftsführer.

Mit dem stillen Protest-Spaziergang möchte das MZG ein Zeichen setzen für einen vernünftigen Umgang mit der Pandemie, für die Einhaltung der AHA plus L Regeln sowie für den Schutz der schweigenden Masse der Mitbürger. "Diese Aktion verstehe ich als stillen Protest von Klardenkern, die jetzt den Schutz und das besonnene Handeln von allen benötigen. Ansonsten drohen wir, in einer Flut von Corona-Patienten unterzugehen. Schließlich haben wir ein großes gemeinsames Ziel: möglichst viele Leben retten und großes Leid verhindern", stellte Schäfer heraus.

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